WLAN Stärke messen

Wer die WLAN Stärke messen möchte, macht dies am besten mit dem „HeatMapper“. Dabei handelt es sich um eine kostenlose Software, mit der die Qualität des WLAN-Empfangs gemessen werden kann.

Besonders für Büros und Läden, aber auch für das eigene Grundstück oder eine Wohnung ist es interessant, die WLAN-Empfangsqualität zu ermitteln und Verbesserungsmöglichkeiten zu finden. Der folgende Artikel zeigt, wie Sie dabei vorgehen müssen und was Ihnen die Ergebnisse über die Empfangsqualität sagen.

Mit dem Tool ist es außerdem leichter, den Routerstandort zu optimieren sowie einen perfekten Platz für den WLAN-Drucker oder eine Überwachungskamera zu finden. Auch Störquellen sind mit dem Programm schnell auszumachen. Die Freeware

  • läuft unter Windows (von XP bis 10)
  • benötigt einen 1-GHz-Prozessor und
  • 20 MB Platz auf der Festplatte

Download und Installation

Auf der Firmenseite von Ekahau unter http://www.ekahau.com/wifidesign/ekahau-heatmapper steht das englischsprachige Tool zum kostenlosen Download bereit.

WLAN Stärke messen mit dem Heatmapper
Download Heatmapper

Die eigene E-Mail-Adresse, der Name, das Land, die Firma und die Anzahl der benutzten Router werden dabei abgefragt. Im E-Mail-Postfach erscheinen daraufhin die Nutzungsbestimmungen. Nach deren Bestätigung kann der Downloadlink für die etwa 100 MB große Datei angeklickt werden und „Ekahau HeatMapper-Setup.exe“ für die Installation gestartet werden.

HeatMapper-Setup.installieren
HeatMapper-Installation

Der Grundriss zeigt die Stärke noch besser

Das Tool startet nach kurzer, erfolgreicher Installation selbstständig und erwartet zunächst einen Grundriss der zu untersuchenden Räumlichkeiten. Es ist auch möglich, mit einer Handskizze zu arbeiten, aber die Ergebnisse werden mit einer guten Zeichnung übersichtlicher.

WLAN Stärke messen mit dem Heatmapper
Um das Tool optimal zu nutzen, sollten Sie einen Grundriss oder eine Handskizze anlegen

Die mit einem einfachen Malprogramm angefertigte und als jpg-Datei abgespeicherte Zeichnung wird in den HeatMapper geladen, nachdem der Speicherort des Grundrisses angegeben wurde.

WLAN Stärke messen mit dem Heatmapper
Ein möglicher Grundriss

Die Ansicht des Bildschirms ist nun wie folgt dreigeteilt.

WLAN-Empfangsstärke
Hauptbildschirm des Heatmappers

Links ist eine Auflistung der empfangenen WLAN-Netze mit der jeweiligen Empfangsstärke, die nach Signalstärke (signal), nach Kanalnummer (channel), nach WLAN-Name (SSID), nach MAC-Adresse (MAC) oder nach Sicherheit (security) geordnet werden kann. In der Mitte liegt der Grundriss und rechts ist eine kurze englische Anleitung zu lesen.

Signalqualität des WLAN-Empfangs

Diese Kurzanleitung kann nun schrittweise abgearbeitet werden. Im Einzelnen sollten Sie wie folgt vorgehen:

  1. Nehmen Sie Ihren Laptop und gehen Sie langsam durch die Räumlichkeit.
  2. Drücken Sie dabei die linke Maus-Taste mehrfach während Sie umhergehen.
  3. Drücken Sie die rechte Maus-Taste, wenn Sie komplett durchgegangen und fertig sind.
  4. Nach diesem Rechts-Klick wird das Ergebnis angezeigt.
  5. Beim Bewegen der Maus über (die am Bildschirmrand angezeigten) Accesspoints wird das Ergebnis (Name, Kanal, Signalstärke und die Signalstärkenverteilung im Raum) für den jeweiligen WLAN-Sender angezeigt.
  6. Durch die kleinen (schwarzen) Pfeile kann die linke und rechte Bildschirmseite verdeckt oder angezeigt werden.

Um die Karte zu speichern, klicken Sie auf die Schaltfläche „Take Screenshot“ in der oberen linken Ecke des Bildschirms. Bereiche mit gutem Empfang sind grün markiert. Funklöcher erhalten die Farbe Rot. Das Tool zeigt zusätzlich alle gefundenen WLAN-Router am Bildschirmrand in etwa der Richtung an, in der sie sich befinden.

WLAN-Empfangsstärke als Grafik: Hier ist das eigene WLAN-Signal überall stark
WLAN-Empfangsstärke als Grafik: Hier ist das eigene WLAN-Signal überall stark

Oben abgebildet ist das Ergebnis einer Wohnung, in der es – wie heute meist üblich – eine ganze Reihe von WLAN-Routern in der Nachbarschaft gibt (die Gerätesymbole an den Rändern). Der eigene Router steht etwa in der Mitte der Wohnung und hat offensichtlich keine WLAN-Empfangsprobleme. Die Signalqualität ist in den meisten Bereichen gut oder sehr gut, nur im rechten Bereich gibt es leichte Empfangsschwächen.

Heatmap des WLAN-Empfangs aus der
Heatmap des WLAN-Empfangs aus der “Perspektive” des Nachbar-WLANs

Per Klick auf eines der Routersymbole aktivieren Sie die WLAN-Empfangsdarstellung jenes Gerätes. Im Beispiel ist zu sehen, wie die Signale des Nachbar-Routers durchaus noch einen guten Empfang bieten, zumindest unmittelbar hinter der entsprechenden Wand.

Funklöcher und Schlüsse

Die Auswertung des angezeigten Signalstärkenbildes (Heatmap) obliegt jetzt dem User.

  • Bei störenden (fremden) Netzwerken ist es am besten, zu einem anderen, weniger überfüllten Kanal umzuschalten.
  • Bei geringer Signalstärke kann eine Standortänderung des Routers (zentraler im Raum oder an die Decke) helfen. Auch eine Teilverkabelung kann hilfreich sein.
  • Auch die Antennenausrichtung kann vor allem bei älteren WLAN-Routern das Signal verbessern
  • Am besten und nachhaltigsten wirkt jedoch ein WLAN-Repeater; diesen gibt es schon ab etwa 20 Euro
  • Eine zu hohe Signalstärke, die weit über die eigenen Bedürfnisse und Räumlichkeiten hinausgeht, kann meist durch eine Einstellung im Router reduziert werden.

Eine neue Einmessung des Raumes wird die Verbesserungen anzeigen.

Fazit: WLAN Stärke messen

Die Freeware “Heatmapper” ist schnell und unkompliziert installiert. Wenn eine Raumskizze vorhanden ist, sind alle Vorbereitungen schon erledigt, um die WLAN Stärke zu messen.

Der Messvorgang mit einem WLAN-fähigen Notebook oder besser einem Tablet ist leicht. Die Anzeige der gemessenen Werte als Grafik (Heatmap) ist übersichtlich und genau.

Das Tool liefert interessante und nützliche Informationen über die Qualität des WLANs und dessen Empfangsstärke.

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