Waze … was? Den wenigsten ist Waze ein Begriff, doch das könnte sich ändern. Denn die Navigations-App bietet innovative Funktionen und viele tolle Ansätze. Ist Waze besser als Google Maps?
Vorab: Beide Navigations-Apps stammen von Google. Google hat Waze 2013 hinzugekauft.
Dennoch gibt es einige nennenswerte Unterschiede, die wir im Folgenden beleuchten wollen.
Google Maps versus Waze: Die Verfügbarkeit
Sowohl Google Maps als auch Waze sind beide auf iOS- und Android-Geräten nutzbar und mit Android Auto und Apple CarPlay kompatibel. Es spielt also keine Rolle, welches Gerät Sie verwenden oder welches Auto Sie fahren – Sie haben die Möglichkeit, beide zu nutzen.
Es gibt sogar Versionen, die in Desktop-Browsern verfügbar sind. Allerdings mit der Einschränkung, dass Sie auf diese Weise keine Live-Navigation erhalten können. Dennoch können Sie sich Wegbeschreibungen und Standorte anzeigen lassen und Orte in Ihrem Konto speichern, die Sie dann später auf Ihrem Smartphone abrufen können.
Sowohl Google Maps als auch Waze bringen Sie in der Regel ans Ziel. Doch der erste wesentliche Unterschied betrifft die Verkehrsmittel.
Google Maps bietet dafür die folgenden Möglichkeiten: Sie können zu Fuß gehen, mit dem Auto oder dem Fahrrad fahren oder Bus bzw. Bahn nehmen.
Waze hingegen ist ausschließlich für Auto- und Motorradfahrer konzipiert. Waze analysiert ständig die Bedingungen, um Sie auf dem schnellsten Weg dorthin zu bringen.
Das tut Google Maps zwar auch, aber Waze geht dabei aggressiver vor. Vor allem bei ungewöhnlichen Routen, hat Waze oft bessere Routenvorschläge parat.
„In der Nähe …“
Oft braucht man Navi-Apps auch und gerade am Ziel – etwa, wenn man ein Restaurant oder einen Supermarkt sucht. Beide Apps verfügen über eine Reihe von Funktionen, die Ihnen helfen, wichtige Unternehmen und Orte in Ihrer Umgebung zu finden.
Unter dem Strich bietet die Google-App hier aber etwas mehr mehr. Die Liste der Optionen ist bei Google Maps deutlich länger. Waze hingegen präsentiert sich eher simpel.
Waze ist außerdem recht sparsam mit zusätzlichen Informationen, während Google Maps schon alleine aufgrund der größeren Userbasis mehr Informationen bietet.
Waze oder Google Maps: Verkehr und Gefahren
Waze war lange Zeit vor allem deshalb so populär, weil es den Verkehr und die Gefahren auf der Straße herausragend abbildete. Aber Google Maps hat in diesem Bereich aufgeholt. Im Moment sind die beiden Programme bis auf wenige Ausnahmen funktional identisch.
Waze ist vergleichsweise aggressiv, wenn es darum geht, Sie um Hindernisse herumzuführen, die andere Nutzer gemeldet haben. Das geht so weit, dass Sie manchmal seltsame kurvige Straßen entlangfahren, nur um ein paar Sekunden von Ihrer voraussichtlichen Ankunftszeit abzukürzen. Google Maps geht (noch) nicht so extrem vor.
Crowd-Ansatz
Ein weiterer wichtiger Unterschied ist die Verwurzelung von Waze in der Community. Bei Waze kann und soll jede(r) mithelfen, aktuelle Baustellen, Staus, Unfälle und so weiter melden.
Dieser Crowdsourcing-Ansatz erklärt auch, warum Waze etwas aggressiver vorgeht – die Meldungen werden sofort umgesetzt.

Interessant auch: Waze erlaubt es, Hilfe von anderen Waze-Userinnen anzufordern.
Fazit: Waze besser als Google Maps?
Google Maps ist zweifellos die etwas mächtigere App; allerdings spricht der Community-Gedanke für Waze und eine treue Schar von Insidern hält der App die Treue. Die Member-Basis steigt sogar stetig an.
Ein kleiner Nachteil von Waze sei aber nicht verschwiegen: Kartenmaterial lässt sich hier nicht für die Offlinenutzung herunterladen. Wer also wenig Datenvolumen hat, sollte besser zu Google Maps greifen.



