was ist chromium

Was ist Chromium? Wie sicher ist Chromium? Wir erklären!

Sind Sie mit Ihrem jetzigen Browser unzufrieden und suchen nach einem Neuen? Dann haben Sie bestimmt von Chromium gehört.

Dies ist im Grunde genommen eine Open-Source-Version von Chrome. Open Source bedeutet, dass der Quellcode frei zugänglich ist. Jeder Mensch darf in den Code reinschauen und sogar einen eigenen Browser daraus basteln. Opera und die neueste Version von Microsoft Edge basieren eigentlich auf diesem Quellcode.

Die Unterschiede zwischen Chrome und Chromium

Auf den ersten Blick sieht der Open-Source-Browser fast genauso aus wie Chrome:

was ist chromium

Das ist kein Wunder, denn Chrome basiert auf dem Quellcode von Chromium.

Der Closed-Source-Browser hat aber einige zusätzliche Features:

  • Chrome unterstützt Widevine, eine Art Kopierschutz. Diese Technologie wird von vielen Streaming-Anbietern verwendet. Chromium hat kein Widevine-Modul und kann u. a. Netflix-Videos nicht abspielen.
  • Chrome kann sich automatisch aktualisieren. Wenn Sie die Open-Source-Alternative benutzen, müssen Sie neue Versionen manuell herunterladen und installieren.
  • In Chrome ist der Adobe Flash Player bereits integriert. Da Adobe Flash heutzutage sowieso als veraltet gilt, ist dieses Feature eigentlich nicht mehr so wichtig.
  • Bei Chrome werden wichtige Informationen über Fehler und Abstürze direkt an Google übermittelt, damit die Entwickler wissen, woran sie noch arbeiten müssen.
  • Neue Versionen von Chrome gibt es jede paar Monate. Sie sind vor der Veröffentlichung ausgiebig getestet, sodass sie stabil und weitgehend fehlerfrei sind. Bei Chromium hingegen wird quasi jeden Tag eine neue Version veröffentlicht – die nicht immer einwandfrei funktioniert.
  • Chromium kann viele gängige Videoformate nicht abspielen, da die entsprechenden Codecs nicht Open Source sind. Vor ein paar Jahren gab es sogar keine MP3-Unterstützung.
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Der größte Vorteil von Chromium

Auch wenn der Open-Source-Browser ein bisschen weniger Features hat, bietet er einen großen Vorteil, der für manche Nutzer entscheidend ist. Chrome sendet nämlich ziemlich viele Informationen an Google – darunter auch sensible Daten, die Sie am liebsten nicht mit einem Weltkonzern teilen würden.

Chromium hingegen schützt Ihre Privatsphäre. Ihre Daten werden nicht gesammelt und an irgendwelche Firmen übermittelt. Wenn Sie viel Wert darauf legen, dann ist dieser Browser eine sehr gute Wahl für sie.

Wo kann man Chromium herunterladen?

Wenn Sie sich die neueste Version des Open-Source-Browsers holen möchten, klicken Sie hier (für Windows-Nutzer) bzw. hier (für Linux-Nutzer). Achten Sie darauf, dass Sie ihn manuell aktualisieren müssen – und es ist wichtig, regelmäßig zu aktualisieren. Nur dann können Sie sicher sein, dass Sicherheitslücken schnell geschlossen werden.

Installieren Sie den Browser NUR aus offiziellen Quellen (das sind www.chromium.org bzw. die oben angeführten Download-Links)!

Sonst können Sie sich sogenannte Chromium-Viren holen – bösartige Browser, die Ihre Daten klauen, Sie zu unsicheren Webseiten weiterleiten oder einfach nur lästige Werbung anzeigen. Sie sind oft schwer zu erkennen und zu entfernen, wenn Sie keine professionelle Anti-Malware-Software verwenden.

Fazit

Wenn Sie keine Videos und DRM-geschützte Inhalte im Browser abspielen, dann wird Chromium allen Ihren Bedürfnissen gerecht. Den Adobe Flash Player wird es sowieso nur bis Dezember 2020 geben.

Schließlich können Sie die beiden Browser auch nebeneinander installieren. Videos können Sie in Chrome abspielen und für Aktivitäten, die Sie nicht unbedingt mit Google teilen möchten, können Sie Chromium benutzen.

Bildquelle: Das Chromium Logo © The Chromium Development Documentation Project. Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.5 generisch“ lizensiert.

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