Windows 7 erlaubt es, virtuelle Festplatten zu erstellen – diese lassen sich wie gewöhnliche Festplatten verwenden. Besitzen Sie die Windows 7-Ultimate- oder -Enterprise-Version, können Sie diese auch zusätzlich mit dem Windows 7 Programm Bitlocker verschlüsseln.
Siehe auch: Laufwerke in Windows 7 mit BitLocker verschlüsseln
Die folgende Anleitung beschreibt wie Sie eine virtuelle Festplatte unter Windows 7 erstellen können.
Virtuelles Laufwerk erstellen
Klicken Sie auf Start, mit der rechten Maustaste auf Computer und anschließend im Kontextmenü mit der linken Maustaste auf Verwalten.

In der Computerverwaltung klicken Sie unter Datenspeicher auf Datenträgerverwaltung. Als Nächstes klicken Sie in der Menüleiste auf Aktion und im Anschluss auf Virtuelle Festplatte erstellen.

Im Assistenten für das Erstellen von virtuellen Festplatten klicken Sie auf Durchsuchen und vergeben einen Dateinamen so wie den Speicherort für die Image-Datei.
Ihr virtuelles Laufwerk erstellen Sie nun, indem Sie unter Format der virtuellen Festplatte den Punkt Dynamisch erweiterbar auswählen und dann unter Größe der virtuellen Festplatte einen Wert festlegen. Die zu erstellenden Festplatte ist in unserem Beispiel 10 GB groß. Klicken Sie dann auf OK.

Nachdem die virtuellen Festplatte erstellt wurde, erscheint diese dann im Laufwerks-Management der Datenträgerverwaltung.
Virtuelle Festplatte initialisieren
Als Nächstes muss Ihre neu erstellte virtuelle Festplatte initialisiert werden. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste links neben der neu angelegten virtuellen Festplatte auf Datenträger und im Anschluss im Kontextmenü auf Datenträgerinitialisierung.

In der Datenträgerinitialisierung wählen Sie als Partitionsstil MBR (Master Boot Record) und übernehmen die Einstellung mit einem Klick auf OK.

Nachdem die Initialisierung abgeschlossen ist, müssen Sie als nächstes eine Partition für das neu erstellte Laufwerk erstellen.
Partition erstellen
Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste, auf der rechten Seite, auf die neu angelegte Festplatte und im Anschluss im Kontextmenü auf Neues einfaches Volume….

Im Willkommen-Fenster des Assistenten zum Erstellen neuer einfacher Volumes klicken Sie auf Weiter.

Möchten Sie keine weiteren Partitionen anlegen, so können Sie im nächstem Fenster die angezeigte Partitionsgröße so belassen und mit einem Klick auf Weiter bestätigen.

Weisen Sie im nächstem Fenster der Partition einen Laufwerksbuchstaben zu und bestätigen die Auswahl mit einem Klick auf Weiter.

Virtuelles Laufwerk formatieren
Als Nächstes setzen Sie einen Punkt vor der Option Dieses Volume mit folgenden Einstellungen formatieren und wählen als Dateisystem NTFS. Geben Sie neben Volumebezeichnung eine Bezeichnung für die Partition (in unserem Beispiel: Neues Volume) ein und übernehmen die Angaben mit einem Klick auf Weiter.

Im letzten Fenster können Sie Ihre Angaben noch einmal überprüfen und mit einem Klick auf Fertig stellen das Erstellen der Partition starten.

Ihre neue virtuelle Festplatte erscheint dann unter Computer im Windows Explorer.

Virtuelles Laufwerk automatisch einbinden („mounten“)
Ein „Nachteil“ hat das Ganze allerdings. Bei einem Neustart des Computers wird die virtuelle Festplatte nicht automatisch geladen, d. h. Sie müssen die virtuelle Festplatte nach jedem Neustart wieder manuell einladen. Um sie einzuladen gehen Sie folgendermaßen vor:
Öffnen Sie wie oben beschrieben die Computerverwaltung. In der Computerverwaltung klicken Sie unter Datenspeicher auf Datenträgerverwaltung. Als Nächstes klicken Sie in der Menüleiste auf Aktion und danach auf Virtuelle Festplatte anfügen.

Im nächstem Fenster geben Sie den Pfad zu Ihrer virtuellen Festplatte ein und bestätigen die Eingabe mit einem Klick auf OK.

Die virtuelle Festplatte wird daraufhin in Ihr System eingebunden.
Fazit: Wenn Sie ein virtuelles Laufwerk erstellen, dauert das nicht mehr als eine Viertelstunde. Die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt: Ob als Backup oder verschlüsselter Bereich für sensible Daten – ein solches Laufwerk ist fast immer nützlich!

