Orbsmart Mini PC AW-06 im Test

Im Bereich um die 200 Euro gibt es die meiste Mini-PC-Konkurrenz. Das hält Orbsmart aber nicht davon ab, mit dem Mini-PC AW-06 anzugreifen. Was der kleine lautlose Box-PC alles leisten kann? Unser Test gibt die Antwort.

Hochwertig zum Budget-Preis?

Der Mini-PC von Orbsmart verdient den Namen Mini-PC. Er ist sehr klein, wobei ähnliche Mini-PCs oft sogar noch einige Millimeter schmaler sind. Mit 15,8 x 12 x 3,3 cm ist die Box aber dennoch handlich und lässt sich in jeder Ecke platzieren. Das Design ist unauffällig. Etwas irritierend ist lediglich der rote Powerknopf. Positiv überrascht sind wir von der Verarbeitung. Die Qualität liegt über dem, was man normalerweise in diesem Preissegment serviert bekommt. Den positiven Eindruck der sehr sauberen Verarbeitung kann selbst das mattschwarze Plastikgehäuse nicht schmälern. Das Gewicht liegt weit unter der 500-Gramm-Marke. Vergleichbare Produkte wiegen meist zwischen 600 und 700 Gramm.

Orbsmart Mini PC AW-06 im Test

Von den drei vorhandenen USB-Anschlüssen hat immerhin einer den schnellen Standard 3.0. Audio-Slot, Micro SD-Kartenslot sowie ein Lan-Anschluss gehören zum Standardrepertoire und fehlen auch hier nicht. Darüber hinaus bietet der Mini-PC von Orbsmart einen HDMI 1.4.Anschluss. Mit Bluetooth 4.0 und eingebautem WLan ist der Box-PC für alle normalen Aufgaben gut gerüstet.

Orbsmart Mini PC AW-06 mit Anschlüssen

QuadCore macht Dampf im Orbsmart Mini PC

Als „Gehirn“ kommt der Intel Atom Z8300 “Cherry Trail” Quadcore zum Einsatz. Ein sehr stromsparendes Modell mit integrierter Grafikkarte, aber dennoch guter Leistung. Als Office- und Surf-PC ist der kleine PC so bestens gerüstet. Auch das Streamen in FullHD-Qualität ist ein leichtes Spiel. Lediglich neuere Spiele können Sie nicht genießen. Dann verkommt die Bildschirmrate zu einer Ruckelorgie. Die zwei Gigabyte nicht erweiterbarer Arbeitsspeicher sind – wie bei so vielen Mini-PCs – der Flaschenhals.

Das vorinstallierte Windows 10 (64 Bit) hat zwar ein ordentliches Arbeitstempo, aber gerade speicherhungrige Aufgaben wie Bilderverarbeitung bringen den AW-06 an seine Grenzen. Die verbauten 32 Gibgayte Flashspeicher sind dafür schnell und zuverlässig. Das Booten ist eine Sache von zehn Sekunden – ein guter Wert.

Kühler, sparsamer Kopf

Der Mini-PC ist ein lautloser Vertreter seine Zunft. Die passive Kühlung macht nicht nur keine Geräusche, sondern leistet vorbildliche Arbeit. Selbst unter Volllast steigt die Temperatur kaum über 75 Grad. Das ist weit unter den bedenklichen 100 Grad.

Apropos Volllast: Der Stromverbrauch ist selbst bei schwierigen Aufgaben minimal. Weniger als 10 Watt verbraucht der Orbsmart unter diesen Bedingungen. Im Idle-Modus sinkt der Stromhunger gar auf 2 bis 3 Watt – ein geradezu lächerlicher Wert, der den Mini-PC als Dauerläufer qualifizier. Selbst wenn der Box-PC rund um die Uhr läuft, würde sich die Stromrechnung zwischen fünf und zehn Euro bewegen – pro Jahr.

Fazit: Orbsmart Mini PC AW-06 im Test

Für weniger als 200 Euro bekommen Sie kaum einen besseren Mini-PC. Der Orbsmart Mini PC AW-06 schlägt im direkten Vergleich die Konkurrenz wie etwa die CSL Narrow Box 4K – wenn auch knapp. Besonders was den Stromverbrauch angeht, macht dem Orbsmart niemand etwas vor. Der Verbrauch liegt eher auf der Höhe viel schwächerer Stick-PCs. Auch die Leistung, die Verarbeitung und das Lüftungskonzept überzeugen. Somit ist der Orbsmart Mini PC AW-06 ein klarer Kauftipp.

Noch einmal die wichtigsten Daten im Überblick:

  • Vierkern(„Quadcore“)-Prozessor, allerdings lediglich ein Intel Atom
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr leicht
  • USB 3.0
  • Sehr niedrige Leistungsaufnahme (=geringer Stromverbrauch)
  • Windows 10 (64-Bit-Version)
  • Gelangt relativ schnell an seine Leistungsgrenze

Ergänzende Ressourcen zu dem Mini-PC:

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