Mini-PC-Kaufberatung

Mini-PCs vereinen kompaktes Design mit reichlich Leistung. Mittlerweile sind die Miniatur-Alleskönner erschwinglich und machen Desktop-PCs, Notebooks und Set-Top-Boxen ernsthafte Konkurrenz. Worauf Sie beim Kauf achten sollten, verraten wir Ihnen in unserer Mini-PC-Kaufberatung.

Mini-PC, hier von Intel
Mini-PC, hier von Intel (Foto by vernieman)

Was genau sind Mini-PCs?

Eine einheitliche Definition, was ein Mini-PC ist, existiert bis dato leider nicht. Die Größen von Mini-PCs reichen von der eines Speichersticks bis hin zu der eines dickeren Tablets. Im Unterschied zu Tablets haben Mini-PCs aber keinen eigenen Bildschirm, für gewöhnlich aber ein vollwertiges Betriebssystem (meist Windows, seltener Android) und je nach Größe mehr Leistung.

Als Speicher kommt in der Regel Flash/SSD zum Einsatz. Damit einher geht ein im Vergleich zu Festplatten geringerer Speicherplatz, aber auch schnellere Ladezeiten. Teilweise sind Mini-PCs passiv gekühlt, was sie zu lautlosen Dauerläufern macht. Die Leistungsaufnahme liegt in der Regel unter der von Notebooks. Gerade im Idle-Modus verbrauchen sie oft weniger als fünf Watt. Selbst wenn Sie einen Mini-PC ein Jahr lang 24 Stunden am Tag in Betrieb haben, ergeben sich so Stromkosten von weniger als zehn Euro. Selbst unter Last liegt der Stromverbrauch selten über 20 Watt.

Nicht alle Mini-PCs kommen als vollwertige und direkt einsatzfähige Geräte auf den Markt. Arbeitsspeicher und Festplatte fehlen teilweise. Der Vorteil ist, dass die restlichen Komponenten den eigenen Bedürfnissen angepasst werden können. Wer nicht selbst an dem Mini-PC rumbasteln will, der sollte auf ein vollwertiges System achten.

Die Abgrenzung fällt nicht immer leicht. Ähnliche Systeme sind Home Theater Personal Computer (HTPC), die hauptsächlich als Mediacenter-PCs bekannt sind, und Barebones, die ebenfalls nicht voll ausgestattet, einfach erweiterbar und in der Regel etwas größer als Mini-PCs sind.

Hier noch einmal die wichtigsten Vorteile eines Mini-PCs im Überblick:

  • Sehr leise oder sogar lautlos im Betrieb
  • Sehr geringer Stromverbrauch
  • Schnelle Ladezeiten (bei Verwendung einer SSD)
  • Kompakter Formfaktor
  • Geringe Wärmeentwicklung
  • Geringere Anschaffungskosten, viel geringere Betriebskosten

Verwendungsgebiete

Ihren Einsatzbereich finden Mini-PCs meist als Mediacenter oder Office-PC – seltener als Spielemaschine. Denn für aufwendige 3D-Spiele fehlt oft die Leistung. Für den Büro-Alltag taugen in der Regel aber alle Mini-PCs, auch zum Surfen oder als FullHD-Streaming-Maschine sind die meisten Geräte ideal. Durch den geringen Stromverbrauch und den nicht selten lautlosen Betrieb können Mini-PCs auch non-stop eingesetzt werden.

An einen Bildschirm angeschlossen werden die Geräte in der Regel per HDMI. Mini-Stick-PCs werden nicht selten auch direkt in den HDMI-Slot gesteckt. Manche Mini-PCs können an die VESA-Halterung eines Fernsehers angebracht werden. Andere lassen sich direkt an der Monitorrückseite befestigen. Die Stromversorgung erfolgt meistens per externem Netzteil, seltener über USB.

Kaufen Sie einen Mini-PC, wenn Sie einen preiswerten und/oder Platz sparenden Office- und Arbeits-PCs brauchen bzw. ersetzen möchten. Auch als Multimedia-Gerät in Wohn- oder Schlafzimmer sind die bestens geeignet.

Wichtige Fragen bei der Mini-PC-Kaufberatung

Wenn Sie sich zum Kauf eines Mini-PCs entschieden haben, müssen Sie die wesentlichen Austattungsmerkmale festlegen. Die folgenden Abschnitte helfen bei der Auswahl.

Die (Festplatten-)Speicherfrage

Die zunächst offensichtlichste Frage ist die der Festplattengröße. Ist Windows 10 installiert, sind inklusive Updates schnell bis zu 16 Gigabyte Speicher belegt. Da viele Mini-PCs von Haus aus aber nur 32 Gigabyte mitbringen, stößt man hier schnell an die Grenzen. Mit 64 Gigabyte arbeitet es sich auf Dauer deutlich angenehmer.

Mini-PC-Kaufberatung: Festplatte
Mini-PC-Kaufberatung: Festplatte

Natürlich heißt das nicht, dass die „Hauptplatte“ 64 Gigabyte haben muss. Wichtiger ist, dass sich der Speicher erweitern lässt. Entweder per SD-Slot oder – besser – per zusätzlichem 2,5-Zoll-Schacht samt passendem Anschluss oder mSata-Slot. Natürlich können Sie einige Daten auch in die Cloud auslagern.

Genauso wichtig wie die Größe ist die Geschwindigkeit. Hat Ihr Mini-PC eine vollwertige SSD integriert, können Sie aufatmen. Verfügt der Mini-PC aber nur über ein eMMC-Laufwerk, dann müssen Sie mit Leistungseinbußen rechnen.

Achten Sie darauf, dass sich der Festplatten-Speicherplatz erweitern lässt. Ideal ist außerdem eine schnelle SSD mit mindestens 64 GByte als Basis-Speicher.

Die Arbeitsspeicherfrage

Windows ist arbeitsspeicherhungrig. Das war schon immer so und ist auch in der aktuellen Version 10 nicht anders. Die gute Nachricht ist, dass fast alle Mini-PCs mindestens zwei Gigabyte Arbeitsspeicher an Bord haben. Das reicht, um Windows flüssig darzustellen. Wesentlich besser ist die Performance aber mit vier Gigabyte. Gerade, wenn Sie mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen wollen, brauchen Sie mehr Arbeitsspeicher.

Vorsicht: Nicht alle Mini-PCs sind in dieser Hinsicht erweiterbar! Manchmal ist der Arbeitsspeicher auf der Hauptplatine fest verlötet.

Ein Mini-PC sollte mindestens 2 GByte Arbeitsspeicher (RAM) haben.

Die Prozessorfrage

Intel-Atom-Prozessoren
Intel-Atom-Prozessoren (hier auf einem Wafer; Bild: Intel)

Die Prozessorwahl ist eine Wissenschaft für sich. Für den Otto-Normalverbraucher sind die Bezeichnungen zu kryptisch. Selbst wer sich etwas mit Hardware auskennt, muss doch bei den meisten Prozessornamen erst recherchieren. Zu viele Modelle mit zu unterschiedlichen Leistungsdaten gibt es mittlerweile. Fest steht: Der Prozessortakt (GHz) sagt immer weniger über die Leistung des Geräts aus. Auch die „Kernfrage“ – also wie viele Prozessorkerne es gibt – muss nichts heißen. Es gibt viele Dual-Core-Systeme, die schneller sind als ihre Quad-Core-Pendants. Hier hilft oft nur selbst recherchieren.

Gut fahren Sie in der Regel mit Intel-Prozessoren ab der vierten Generation (Haswell). Besser, vor allem im Energiemanagement, sind die Prozessoren der Broadwell– und Skylake-Reihe. AMD-Prozessoren werden in diesem Segment bislang leider nur relativ selten eingesetzt.

Bei vielen Mini-PCs kommen Prozessoren zum Einsatz, die für sparsame Hardware wie NAS-Systeme oder auch Tablets konzipiert wurden. Diese zeichnen sich durch eine geringe Leistungsaufnahme von um die fünf bis zehn Watt aus. Bei Intel greifen viele Mini-PC-Hersteller gerne zu Atom-Prozessoren. Diese sind trotz möglicherweise höherer Kern- und Taktzahl jedoch deutlich langsamer als die „vollwertigen“ Prozessoren für den Desktop (Core i5, Core i7). Schließlich trifft man noch gelegentlich auf Celeron-Prozessoren; diese füllen gewissermaßen die Lücke zwischen Atom und Core i3/Core i5. Gegen den Kauf eines solchen Chips ist bei Mini-PCs (anders als bei Desktop-Rechnern) nichts einzuwenden.

Achten Sie bei der Intel-Prozessorbezeichnung auf den Buchstaben an der letzten Stelle. H, M, U oder Y sind ein Zeichen für einen Prozessor für Mobilgeräte, K, R, S, T oder ein fehlender Buchstabe weisen auf einen schnelleren Prozessor für Notebooks oder Desktop-PCs hin.

Für Office-PCs reicht ein Atom-Prozessor. Mehr Leistung für anspruchsvollere Aufgaben bietet ein Core i5. Gegen Celeron- und AMD-Prozessoren spricht nichts.

Die Grafikfrage

Bei so gut wie allen Mini-PCs ist die Grafikkarte, besser gesagt: der Grafikchip in Form eines zusätzlichen Kerns, im Prozessor integriert. Trotzdem gibt es hier enorme Unterschiede. Reichen für Office-Aufgaben und Streaming quasi alle Grafikeinheiten aus, sieht es bei Computerspielen anders aus. Hier richtet sich die Grafikkartenqualität vor allem nach der Prozessorqualität. Ein leistungsstarker Prozessor hat in der Regel auch eine leistungsstärkere GPU.

Für moderne PC-Spiele reicht aber kaum ein Onboard-Chip aus. Wollen Sie dennoch auch auf moderne Spiele nicht verzichten, ist Cloud-Gaming (beispielsweise Nvidias GeforceNow) eine Alternative. Dabei werden PC-Spiele nicht direkt auf Ihrem PC geladen, sondern gestreamt. Trotzdem können Sie die Spiele ganz normal bedienen und spielen – eine potente Internetverbindung vorausgesetzt.

Zum Spielen taugen Mini-PCs nur bedingt. Lediglich einfache Games a là Minecraft laufen problemlos.

Die Anschlussfrage

In der Regel bringen die Mini-PCs WLAN bereits mit. Die Zahl der USB-Ports variiert zwischen eins und fünf. Bei zu wenigen USB-Slots lohnt sich die Anschaffung eines USB-Hubs, der aus einem Anschluss mehrere macht. Leider gibt es immer noch viele Hersteller, die ausschließlich auf den „alten“ 2.0-USB-Standard setzen, statt den neuen, bis zu zehn Mal schnelleren USB-3.0-Standard zu unterstützen.

Bluetooth 4.0 ist bei den meisten Geräten dabei und erlaubt Ihnen, diverse Eingabegeräte und auch entsprechende Kopfhörer kabellos mit dem Mini-PC zu verbinden. Ist das nicht der Fall, können Sie es aber auch per USB-Adapter nachrüsten. Ein LAN-Kabel findet auch in den meisten Mini-PCs zuschlupf, genauso wie der klassische Klinkenstecker für Soundgeräte. Deutlich selten sind Card-Reader und Kensington-Locks.

Wenigstens ein HDMI-Ausgang ist dafür die Regel. Einen (Mini)-Displayport haben dagegen nicht alle Geräte. Darauf sollten Sie achten, wenn Sie beabsichtigen, Inhalte in 4K-Auflösung zu übertragen.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Mini-PC über USB-3.0-Ports, WLAN und ggf. weitere Schnittstellen verfügt.

Mini-PC-Kaufberatung: Was sonst noch wichtig ist

Je nach Einsatzgebiet ist die Lautstärke des Mini-PCs ein mehr oder weniger wichtiges Thema. Ist ein lautloser Betrieb gewünscht, so sollte der Mini-Rechner passiv gekühlt sein. Hat das Wunschmodell einen Lüfter, so können Sie diesen in der Regel auch gegen ein leiseres Modell tauschen.

Bei Multimedia-Mini-PCs ist es praktisch, wenn man das PC-Gehäuse direkt am Fernseher fixieren kann. Da die meisten Modelle keine entsprechenden Vorrichtungen mitbringen, müssen Sie auf eine Universallösung ausweichen. Der Fachhandel hält solche Befestigungs-Mechanismen unterm dem Begriff „VESA“-Halterung bereit.

Die besten Praxistipps für Ihren Mini-PC:

Welches Zubehör lohnt sich für den eigenen Mini-PC? Gibt es Tipps zur Erhöhung der Geschwindigkeit? Wie kann ich Festplattenplatz sparen und erweitern? Hier die besten Tipps für Ihren neuen Mini-PC.

SSD einbauen

Mini-PC-Kaufberatung: SSD
Mini-PC-Kaufberatung: SSD

Richtig schnell wird Ihr Mini-PC erst mit einer SSD (Solid State Disk). Die kleinen Festplatten erhöhen nicht nur das Arbeitstempo merklich, sie ermöglichen auch eine schnellere Windows-Startzeit. Für die Inbetriebnahme ist ein Betriebssystem ab Windows 7 empfehlenswert, da erst ab dieser Version die TRIM-Funktion aktiviert ist, welche verhindert, dass Ihre SSD mit der Zeit immer langsamer wird. Ansonsten benötigt Ihr Mini-PC einen freien SATA-Anschluss. Dieser muss mindestens die Versionsnummer II tragen. Besser ist SATA III. Damit ist Ihre SSD deutlich schneller. Informieren Sie sich, ob Ihr Mini-PC das Aufrüsten einer SSD erlaubt und ob es technisch möglich ist. Bei Stick-PCs ist das Aufrüsten Prinzipiell schwierig möglich. Manche Hersteller verbieten schon das Öffnen des Gehäuses unter Androhung von Garantieverlust.

Der Knackpunkt beim Einbau ist bei Mini-PCs meistens der Platz. SSDs werden in der Regeln in den Größen 2,5 bis 1,8 Zoll vertrieben. Vor dem Einbau sollten Sie dringend die Stromverbindung unterbrechen (den Netzsetcker ziehen). Dann gilt es, das Gehäuse des Mini-PCs zu öffnen. Mit einem mSata-Slot können Sie eine SSD direkt einstecken. Ist das nicht der Fall, legen Sie die SSD in den entsprechenden Festplattenslot. Passt die Größe nicht, können Sie einen Einbaurahmen erwerben. Schrauben Sie nun die SSD mit den beiliegenden Schrauben fest. Jetzt können Sie die SSD mit einem Sata-Kabel und einem Stromstecker des Netzteils fertig anschließen. Aktivieren Sie außerdem nach Einbau im Bios den AHCI-Modus, damit Ihre neue Festplatte richtig erkannt wird.

Festplattenplatz erweitern

Eine SSD zeichnet sich häufig nicht gerade durch viel Platz aus. Viele Mini-PCs haben dafür alternative Möglichkeiten, den Festplattenplatz zu erweitern. Einige Modelle haben einen MicroSD-Slot, in den Sie MicroSD-Karten einsetzen können. Entsprechende Karten mit 64 Gigabyte gibt es im Handel bereits ab 20 Euro.

Mini-PC-Kaufberatung: Festplattenplatz erweitern
Mini-PC-Kaufberatung: Festplattenplatz erweitern

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung einer externen Festplatte. Als Anschluss dient in der Regel ein freier USB-Anschluss. Besonders für große Datenmengen wie Fotos, Musik oder Filme eignet sich der externe Speicher, da so schnell mehrere Terabyte Speicherplatz geschaffen werden können. Je größer die Datenmengen, desto wichtiger ist es aber, dass Mini-PC und Festplatte den aktuellen USB-3.0-Modus (noch besser: USB 3.1) unterstützen. Der ältere USB-2.0-Standard ist nicht mehr empfehlenswert und mit aktuellen Festplattengrößen schlicht überfordert. Schon das Kopieren einiger HD-Filme kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Für gehobene Ansprüche kann auch ein eigener Datenserver die richtige Anschaffung sein. Wird ein Gigabit-Netzwerk verwendet, so limitiert nur noch die interne Festplattenmechanik (bei Platter-basierten Festplatten). Wichtig ist aber, dass alle Netzwerkkomponenten von der Quelle bis zum Ziel den aktuellen Gigabit-Standard unterstützen. Bei fast allen getesteten Mini PCs war dies aber der Fall.

Mehr Daten können in die Cloud ausgelagert werden. Da viele Parteien hier um die Gunst der Nutzer buhlen, gibt es entsprechend viele Gratisangebote. Wer viele Daten in die Cloud packen will, der zahlt pro Terabyte nur wenige Euro pro Monat.

Geschwindigkeit erhöhen durch mehr Arbeitsspeicher

Viele Mini-PCs erlauben ein Arbeitsspeicher-Upgrade. Das ist besonders interessant, da nicht wenige Mini-PCs mit nur zwei Gigabyte ausgestattet sind. Das ist für den flüssigen Betrieb ausreichend, solange sie nur jeweils ein rechenintensives Programm gleichzeitig geöffnet haben.

Für gewöhnlich setzen Mini-PCs auf eine kleinere Version Arbeitsspeichers, die in Notebooks zum Einsatz kommt. Sie erkennen diesen Speicher in der Produktbezeichnung an den Buchstaben SO-DIMM.

Sinnvolles Mini-PC-Zubehör

Je kleiner der PC, desto weniger Anschlussmöglichkeiten finden sich. Zwar gibt es mittlerweile drahtlose Alternativen wie Bluetooth, aber nicht jeder besitzt entsprechende Geräte. Um die Zahl der USB-Anschlüsse zu erhöhen, empfiehlt sich ein USB-Hub. Dieser macht aus einem USB-Anschluss mehrere USB-Anschlüsse. Gute USB-Hubs bekommen Sie ab zehn Euro.

Gerade für das Streamen von Musik hat sich Bluetooth als sehr beliebt erwiesen. Hat Ihr Mini-PC kein Bluetooth, können Sie den neuen Drahtlos-Standard 4.0 einfach nachrüsten. Bluetooth-USB-Adapter gibt es ebenfalls ab rund zehn Euro.

WLAN ist für die meisten Mini-PCs essentiell. Zwar haben viele Geräte WLAN bereits integriert, manche verzichten jedoch aus Preisgründen darauf. In diesem Fall müssen Sie keine Panik bekommen. Auch WLAN können Sie einfach nachrüsten. Einen WLAN-USB-Adapter mit und ohne Antenne bekommen Sie ab knapp acht Euro. Ist die WLAN-Quelle weiter entfernt, sollten Sie auf einen WLAN-Stick mit Antenne setzen. Ansonsten benötigen Sie diese nicht zwingend.

Wollen Sie Ihren Mini-PC als Fernsehreceiver verwenden, benötigen Sie einen TV-Stick. Digitales Antennenfernsehen (DVB-T) können Sie für rund 15 Euro per USB nachrüsten. Für Satelliten- oder Kabelempfang per USB müssen Sie mehr als 50 Euro ausgeben.

Mehr Zubehörempfehlungen finden Sie auch in unserer Rubrik Zubehör.

DVD- und Bluray-Laufwerk

Für ein DVD oder Bluray-Laufwerk ist in einem Mini-PC kein Platz. Ein Laufwerk können Sie aber auch extern anschließen. Für rund 15 Euro können Sie ein externes DVD-Laufwerk erwerben, etwas mehr als das Doppelte fällt für ein Bluray-Laufwerk an. Auch diese Geräte werden für gewöhnlich per USB angeschlossen. Webcams, Eingabegeräte wie Maus und Tastatur oder externe Cardreader stehen ebenfalls häufig auf der Wunschliste von Mini-PC-Enthusiasten.

Trotz teilweise mangelhafter Erweiterbarkeit der Mini-PCs lässt sich also jede Menge aus den kompakten Geräten herausholen. Durch geschicktes Erweitern und Aufrüsten können Sie so den kleinen PC auf Ihre eigenen Bedürfnisse.

FAQ und Schnellüberblick Mini-PCs

Keine Zeit oder Lust, sich intensiv in das Thema Mini-PCs einzuarbeiten? Dann hilft Ihnen vielleicht unsere FAQ-Sektion, die alle wichtigen Fragen und Antworten aus der Welt der Mini-PCs im Überblick versammelt.

Was ist ein Mini-PC?

Ein Mini-PC ist aber praktisch immer ein vollwertiger PC mit einem aktuellen Betriebssystem, in der Regel Windows. Er besitzt kein Display und kann teilweise direkt an dem jeweiligen Bildschirm befestigt werden. Es gibt Mini-PCs, die kaum größer als ein USB-Stick sind, aber auch Mini-PCs die etwa der Größe von Barebones oder HTPCs entsprechen. Die Grenzen sind fließend.

Wie kann ein vollwertiger PC so klein sein?

Mini-PC im quadratischen Format
Mini-PC im quadratischen Format

Die Technik hat in den letzten Jahren nicht zuletzt wegen dem Tablet- und Smartphone-Hype große Fortschritte gemacht. Manche in Tablets eingesetzte Prozessoren finden sich auch in Mini-PCs wieder. Direkt auf der CPU sitzt auch die Grafikkarte, die so keinen Platz benötigt. Auch SSDs und Flashspeicher sind mittlerweile sehr platzsparend. Das eigentliche Problem ist heutzutage nicht unbedingt der Platz, sondern die Wärmeentwicklung. Auch hier hat die Technik aber so viele Fortschritte gemacht, dass nicht wenige Mini-PCs passiv gekühlt werden, also komplett lautlos arbeiten.

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Für welche Anwendungsgebiete sind Mini-PCs gedacht?

Zum einen sind Mini-PCs ideale Office-PCs, die alltägliche Aufgaben wie E-Mails lesen oder Surfen problemlos erledigen können. Zum anderen eignen sich Mini-PCs auch als Multimedia-PCs, etwa zum Übertragen digitaler Inhalte. In Ausnahmen kann man mit Mini-PCs auch aufwendigere PC-Spiele spielen. In der Regel ist die Leistung der kleinen PCs dafür aber nicht ausreichend.

Was unterscheidet Mini-PCs von Notebooks?

Für gewöhnlich verbrauchen Mini-PCs wesentlich weniger Strom als Notebooks. Damit können sie auch im Dauerbetrieb günstig laufen. Viele Mini-PCs haben eine Leistungsaufnahme von fünf Watt. Das entspricht im Dauerbetrieb rund zehn Euro Stromkosten pro Jahr. Dafür fehlt Mini-PCs aber ein Display und aufgrund der Größe auch meistens etwas Leistung gegenüber Laptops.

Kann ich meinen Mini-PC aufrüsten?

Das hängt stark vom Modell ab. Mini-PCs von der Größe eines USB-Sticks sind in der Regel nicht erweiterbar, da sie einerseits spezielle Komponenten brauchen und andererseits alles auf der Hauptplatine verlötet ist.

Bei anderen Mini-PCs ist Aufrüsten sogar notwendig, da sie ohne Festplatte und Arbeitsspeicher ausgeliefert werden. Wenn möglich, lohnt sich das Aufrüsten auf eine SSD und mindestens vier Gigabyte Speicher um schnell und effizient zu arbeiten.

Probieren Sie vorher auch, Ihren PC schneller zu machen.

Auf welche Leistungsdaten sollte ich achten?

Herauszufinden, wie schnell ein Mini-PC ist, ist anhand der Leistungsdaten nicht immer einfach. Zu undurchsichtig sind die Artikelbezeichnungen der Hersteller. Ein paar Anhaltspunkte gibt es aber trotzdem. Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Mini-PC mindestens zwei Gigabyte Arbeitsspeicher (RAM) hat, besser vier. Weniger als zwei Gigabyte führen zu Schwierigkeiten bei den neuen Windows-Betriebssystemen.

Darüber hinaus entscheidet hauptsächlich ein guter Prozessor, wie schnell Ihr Mini-PC ist. Hier sitzt auch meistens die Grafikkarte. In der Regel stammen die Prozessoren von Intel, nur wenige Mini-PCs verwenden AMD-CPUs. Bei Intel sollte Sie bei der Prozessorbezeichnung auf den Buchstaben an der letzten Stelle schauen. H, M, U oder Y sind ein Hinweis auf einen Prozessor für Mobilgeräte, ebenso die Bezeichnung „Atom“. K, R, S, T oder ein fehlender Buchstabe sind Zeichen für einen Prozessor für Notebooks oder Desktop-PCs. Letztere sind oft schneller, verbrauchen aber auch mehr Strom.

Wie hoch wird meine Stromrechnung mit einem Mini-PC sein?

Ein großer Vorteil der Mini-PCs ist der geringe Stromverbrauch. Viele Geräte verbrauchen nur fünf Watt pro Stunde im Idle-Modus. Selbst bei einem Betrieb über das ganze Jahr bedeutet das Stromkosten von unter zehn Euro pro Jahr bei den aktuellen Strompreisen. Bei Notebooks müssen Sie hier oft mit dem zehnfachen an Stromkosten planen, bei Desktop-PCs liegt der Verbrauch noch höher.

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