Kindle Paperwhite ausschalten

Kindle Paperwhite ausschalten

Immer wieder fragen uns Leser per E-Mail oder in den Kommentaren, wie man einen Kindle Paperwhite ausschalten kann. Die Antwort lautet: in der Regel gar nicht, jedenfalls nicht mit der aktuellen Firmware. Wie Sie das Gerät trotzdem abschalten, etwa bei Flugreisen oder wenn es sich aufgehängt hat, zeigt der folgende Praxistipp.

Standby oder Kindle Paperwhite ausschalten?

Ein kurzes Drücken des Ein-/Aus-Schalters versetzt den Kindle Paperwhite in den Standby- bzw. Schlafmodus. Wenn der Kindle länger als zehn Minuten keine Aktivität wahrnimmt, versetzt er sich selbst in den Schlafmodus.

Im Standby-Modus verzieren verschiedene Standbilder den Bildschirm des Kindle. Das Bild wird bei jedem Versetzen in den Standby-Modus gewechselt. Es benötigt keine Energie und sorgt daher nicht für die Entladung des Akkus.

Ein- und Ausschalter
Der Ein- und Ausschalter befindet sich an der schmalen Unterseite des Kindle Paperwhite (hier die ganz ähnliche Anordnung beim Kindle Touch)

Man kann den Kindle aber auch ganz ausschalten, zumindest klappte dies bis vor einigen Jahren noch. Hielt man die Ein-/Aus-Taste für mehr als sieben Sekunden gedrückt, wurde der Kindle ganz ausgeschaltet und „heruntergefahren“.

Seit einem Firmware-Upgrade im ersten Quartal 2015 geht das nicht mehr. Drückt man die Ausschalttaste für sieben Sekunden, erscheint ein Fenster mit drei Auswahlmöglichkeiten:

  • Neustart
  • Bildschirm ausschalten
  • Abbrechen

„Bildschirm ausschalten“ bedeutet dabei lediglich, dass das Standbild des „Bildschirmschoners“ verschwindet; die restlichen Komponenten können aber weiterhin aktiv sein! Der Kindle wird also nicht mehr komplett heruntergefahren.

Kindle Paperwhite ausschalten
Kindle Paperwhite ausschalten

Auswirkungen auf die Akkuleistung

Immerhin benötigt der Paperwhite in beiden Modi kaum Energie. Einmal erzeugt, bleibt der Bildschirminhalt dank der „elektronischen Tinte“ auch ohne Strom erhalten – und das im Extremfall sogar tagelang. Der Kindle verbraucht vor allem beim Umblättern und bei aktivem WLAN-Modul Energie.

Ist das WLAN (und/oder die Mobilanbindung 3G) eingeschaltet, prüft der Kindle in regelmäßigen Abständen, ob etwas online für ihn bereit liegt. Die Funktion ist nicht ganz unnütz: Zwar werden alle neuen Bücher beim Start des Kindle innerhalb weniger Sekunden ohnehin geladen; haben Sie aber beispielsweise eine Zeitung oder Zeitschrift auf dem Kindle abonniert, ist die Update-Prüfung durchaus nützlich, weil dann etwaige Aktualisierungen bereits im Hintergrund auf den Kindle geladen werden.

Dies kostet ein wenig Energie, macht sich im Alltag aber kaum bemerkbar. Einen wesentlich größeren Anteil an der begrenzten Laufzeit hat die Selbstentladung des Akkus, die dafür sorgt, dass der Paperwhite nach einigen Wochen im Regal keinen „Saft“ mehr hat.

Warum abschalten?

Warum konnte man den Kindle dann früher überhaupt herunterfahren? Dies liegt vor allem an den Flugsicherheitsbestimmungen. Nicht jeder Flugbegleiter akzeptierte einen Kindle mit Standbildschirm; im Zweifelsfall ließ sich der E‑Book-Reader daher ganz abschalten.

Will man heute regelkonform mit dem Flugzeug reisen, muss man den „Flugmodus“ aktivieren. Dies geht über das „Menü“ – „Einstellungen“ – „Flugmodus“. Tatsächlich wird dabei aber nur das WLAN- und gegebenenfalls das 3G-Modul deaktiviert.

Kindle Paperwhite lässt sich nicht ausschalten

In Einzelfällen kann es vorkommen, dass sich der Kindle Paperwhite „aufhängt“ und gar nicht mehr auf Eingaben reagiert. Hier kann es helfen, wenn man den Ein-/Aus-Schalter 20 Sekunden oder länger drückt — dies aktiviert den automatischen Neustart.

Hilft das auch nicht, führt kein Weg mehr am Amazon-Kundenservice vorbei.

Wenn Sie den Kindle Paperwhite unbedingt vollständig herunterfahren möchten, können Sie auch eine ältere Firmware aufspielen.

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