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GPT oder MBR: Wie formatiere ich einen Datenträger richtig?

Bei der Installation eines Betriebssystems – oder sogar bei der Formatierung einer neuen Festplatte – werden Sie gefragt, ob der Datenträger einen MBR oder eine GPT haben soll. Was ist die richtige Antwort?

Was ist MBR?

Der MBR (der Master Boot Record) ist ein Sektor ganz am Anfang einer Festplatte. Er enthält einen Bootloader (eine spezielle Software, die das Betriebssystem startet) und eine Partitionstabelle.

Die Partitionstabelle ist die Einteilung einer Festplatte in logische Blöcke, die unter Windows generell C:, D:, E: usw. genannt werden. Die Buchstaben A: und B: wurden früher für Diskettenlaufwerke verwendet. Laptops haben noch zusätzliche versteckte Wiederherstellungspartitionen.

MBR ist eine relativ alte Technologie, die noch aus den 1980ern stammt. Kein Wunder, dass es heutzutage eine bessere Alternative gibt – nämlich GPT.

Warum sind GPT-Datenträger besser?

GPT ist ein neuer Standard, der den MBR weitgehend ersetzt hat. GPT steht für GUID-Partitionstabelle, wobei GUID Globally Unique Identifier bedeutet.

Das sind die wichtigsten Vorteile von GPT gegenüber MBR:

  • MBR unterstützte keine Festplatten, die größer als 2 TB sind. Mit GPT dürfen Festplatten beliebig groß sein und bis zu 128 Partitionen enthalten.
  • GPT ist zuverlässiger. Bei einem korrupten MBR ist die gesamte Festplatte nicht mehr lesbar. Bei einem GPT-Datenträger werden kritische Daten wie die Partitionstabelle in mehreren Orten gespeichert – selbst wenn ein Teil der Festplatte beschädigt wird, kann eine Kopie der Partitionstabelle doch gelesen werden.

Die GUID-Partitionstabelle wird nicht im MBR, sondern auf einer speziellen Partition gespeichert. Diese wird auch EFI-Partition genannt.

Jeder GPT-Datenträger hat allerdings immer noch einen MBR. Dadurch wird gewährleistet, dass selbst ältere Rechner bzw. Betriebssysteme den Datenträger erkennen können.

Wie weiß ich, ob mein Computer GPT unterstützt?

Überprüfen Sie, ob Ihr Computer ein BIOS oder ein UEFI hat. Das sind zwei Arten von Firmware, wobei UEFI der neuere Standard ist.

Wenn Sie Windows 10 benutzen, klicken Sie auf das Suchfeld in der Taskleiste und suchen Sie nach der App Systeminformationen.

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Suchen Sie nach BIOS-Modus.

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Wenn Sie den Wert UEFI sehen, wissen Sie ganz genau, dass Ihr Rechner GPT unterstützt.

Die Partitionen anzeigen lassen

Möchten Sie sehen, wie die Festplatte Ihres Rechners formatiert ist? So geht das unter Windows 10.

Klicken Sie auf das Suchfeld in der Taskleiste und beginnen Sie, das Wort Partition einzutippen. Starten Sie die App mit dem großartigen Namen Festplattenpartitionen erstellen und formatieren.

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So sieht diese App aus.

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Die Festplatte eines Dell Inspiron, wie sie vom Hersteller partitioniert wurde.

Auf dem Screenshot sehen Sie die Festplatte eines Laptops. Die EFI-Systempartition ist eben die GPT-Partition. Die Wiederherstellungspartitionen enthalten ein Installationsabbild von Windows 10 samt ein paar Programmen von Dell. Die Partition C: ist die einzige, die im File Explorer sichtbar ist.

Einen GPT-Datenträger richtig formatieren

Bei der Installation eines Betriebssystems können Sie entweder die vorgeschlagene Partitioniereung akzeptieren oder die Festplatte selbst nach Ihrem Geschmack formatieren. Da müssen Sie auf eine Sache achten: Erstellen Sie IMMER eine EFI-Partition, die mindestens 100 MB groß ist. Sonst wird die Festplatte nicht richtig formatiert. Neuere Rechner sind gar nicht in Lage, Windows von einer Festplatte ohne EFI-Partition zu starten.

Linux ist in dieser Hinsicht etwas flexibler, aber es ist immer noch sinnvoll, GPT zu verwenden. So ist die Festplatte viel zuverlässiger.

Fazit

GPT ist schon seit einiger Zeit die Standard-Lösung für bootfähige Datenträger. Sie ermöglicht es, auch größere Festplatten zu strukturieren. MBR ist hingegen nur noch auf USB-Sticks und älteren Computern zu finden.

Wenn Sie ein Betriebssystem auf einen GPT-Datenträger installieren und ein benutzerdefiniertes Partitionen-Layout wählen, erstellen Sie immer eine EFI-Partition. Diese soll mindestens 100 MB groß sein.

Bildquelle: Jason Pinaster / Pixabay

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