einvironment variablen windows 10

Environment-Variablen (Umgebungsvariablen) in Windows 10

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Windows 10 funktioniert? Dann lohnt es sich, etwas über die Environment-Variablen (oder Umgebungsvariablen) zu wissen.

Was sind Environment-Variablen?

Damit das Betriebssystem überhaupt funktioniert, muss es genau wissen, wo die wichtigsten Dateien gespeichert sind. Und das kann auf jedem Computer ein bisschen anders sein. Bei den meisten Nutzern befindet sich das System im Ordner C:\Windows\ und Programme im Ordner C:\Program Files\. Aber es ist nicht immer der Fall.

Deswegen sind die Pfade zu wichtigen Orten nicht fest einprogrammiert, sondern in sogenannten Environment-Variablen (Umgebungsvariablen) gespeichert.

Es gibt auch Umgebungsvariablen, die zu keinen Ordnern führen. Das sind z. B. Variablen wie %TIME% (die aktuelle Zeit) oder %RANDOM% (eine zufällige Zahl), die vor allem beim Programmieren verwendet werden.

Environment-Variablen sind ein wichtiges Element von jedem Betriebssystem, auch Windows 10. Aber wie kommt man eigentlich daran?

Environment-Variablen in Windows 10 anzeigen lassen: Methode 1

Möchten Sie einen Einblick in die Umgebungsvariablen Ihres Systems gewinnen? Wir zeigen Ihnen genau, wie Sie auf Ihre Environment-Variablen zugreifen.

Drücken Sie die Start-Taste und tippen Sie env ins Suchfeld. Klicken Sie dann auf Systemumgebungsvariablen bearbeiten.

environment variablen windows 10

Es taucht ein kleines Fenster auf, wo Sie fortgeschrittene Systemeinstellungen ändern können. Klicken Sie dann auf Umgebungsvariablen:

environment variablen windows 10

Nun haben Sie einen Überblick über alle Umgebungsvariablen. Im oberen Teil des Fensters sehen Sie die Benutzervariablen für den aktiven User, wie etwa den Pfad zum OneDrive-Ordner oder zu den temporären Dateien des Users. Unten befinden sich die Systemvariablen. Sie verraten etwas über den Prozessor und die Orte, wo wichtige Systemdateien gespeichert sind.

environment variablen windows 10

Theoretisch können Sie eine beliebige Systemvariable auswählen und auf Bearbeiten… oder sogar Löschen klicken. Dieser Versuchung müssen Sie aber widerstehen, denn Sie können Ihre gesamte Windows-Installation mit ein paar Klicks platt machen. Es sei denn, Sie sind ein echter IT-Profi und wissen genau, was Sie tun.

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Environment-Variablen in Windows 10 anzeigen lassen: Methode 2

Alternativ können Sie alle Environment-Variablen mit einer anderen Methode anzeigen lassen. Mit einem Rechtklick auf die Start-Taste öffnen Sie ein Menü mit vielen fortgeschrittenen Funktionen. Klicken Sie auf Windows PowerShell:

Es öffnet sich eine Art Kommandozeile:

Fügen Sie dort den folgenden Befehl ein: Get-ChildItem Env: | Sort Name und drücken Sie auf Enter. Dann sehen Sie eine Liste aller Umgebungsvariablen, die es in Ihrer Windows-Installation gibt:

Umgebungsvariablen in der Praxis

Vielleicht klingt das Thema Umgebungsvariablen immer noch etwas abstrakt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit diesen Variablen Ihr Leben etwas leichter machen können.

Statt im Windows Explorer herumzuklicken, können Sie auf Systemordner ganz einfach via Environment-Variablen zugreifen. Drücken Sie die Windowstaste+R, geben Sie z. B. %PROGRAMFILES% ein und klicken Sie auf OK. Merken Sie sich, dass Sie ein Prozentzeichen vor und nach der Variable eingeben müssen, damit alles richtig funktioniert.

systemordner mit variablen öffnen

Dieser Befehl öffnet den jeweiligen Ordner im Explorer:

program files

Solche Tricks sind vor allem hilfreich, wenn Sie nicht genau wissen, wo der Systemordner ist. Vielleicht sind Sie ein Admin oder Helpdesk-Mitarbeiter, der täglich mit vielen PCs zu tun hat. Vielleicht hat ein Freund Sie gebeten, ein Problem mit seinem Computer zu lösen. Mit Umgebungsvariablen kommen Sie immer schnell und zuverlässig auf die wichtigsten Ordner in Windows 10.

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