AMD Cool and quiet Windows 7: so klappt’s ohne Download

Cool’n’quiet (AMD) bzw. EIST (Intel) takten den Prozessor im Leerlauf herunter und senken bei einigen Modellen auch die Versorgungsspannung. Der Chip nimmt dann weniger Leistung auf – das spart Strom, CO2 und Geld. In den Anfangstagen von Windows 7 klappte das nicht immer.

Damit AMD Cool and quiet Windows 7 ordnungsgemäß funktioniert, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein (das Gleiche gilt übrigens auch für Intels Pendant EIST):

AMD Cool and quiet im BIOS-Setup
AMD Cool and quiet im BIOS-Setup
  • Die Energiespartechnik muss im BIOS aktiviert sein (normalerweise heißen die Optionen “Cnq“, “Cool and quiet“, “Cool’n’quiet“, “EIST Enabled” oder ähnlich) 
  • Bei AMD-Prozessoren sollten zusätzlich (sofern vorhanden) die Optionen “C1E” (AMD-Patch beachten) und “DRAM Power Down” aktiviert werden
  • Das BIOS muss den Prozessor erkennen (andernfalls erscheint eine Meldung wie “unknown CPU”)
  • Der Prozessor darf nicht übertaktet werden! Bei AMD-Prozessoren wird Cool’n’quiet dadurch automatisch deaktiviert
  • Unter Windows 7 muss das Energiesparprofil auf “Ausbalanciert” oder “Energiesparmodus” gesetzt werden
Windows-7-Systemsteuerung-Energieoptionen
  • Wenn Cool and quiet bzw. EIST ordnungsgemäß funktionieren, muss der Takt im Leerlauf auf ca. 800 bis 1.000 MHz sinken. Der Takt lässt sich mit CPU-Z, dem “AMD Power Monitor” oder Intels “Processor Identification Utility” kontrollieren
  • Es ist NICHT nötig, einen CPU-Treiber zu installieren. Im Gegensatz zu Windows XP und Vista erkennt Windows 7 automatisch AMD-Prozessoren und bindet diese optimal ein.

AMD Cool and quiet Windows 7: typische Fehler

  • Es wurde “Höchstleistung” als Energiesparplan unter Windows 7 ausgewählt
  • Es wird ein altes BIOS verwendet
  • Es wird übertaket

Windows-7-Patch für AMD-Prozessoren

AMD-Prozessoren aus der Zeit von Windows 7 (also nach etwa 2010) beherrschen neben dem C1-Modus auch den C1E-Betriebsmodus, der den Prozessor in den Enhanced-HALT-Modus versetzt. Darin nimmt der Chip etwas weniger Spannung auf, was die Leisungsaufnahme, mithin die Stromaufnahme, senkt.

Patch für AMD-Prozessoren

Windows 7 ist in der Originalversion jedoch nicht in der Lage, AMD-Prozessoren in den C1E-Modus zu versetzen (C1 klappt dagegen problemlos). Ursache ist eine mangelnde Abstimmung mit dem APIC-Timer, der auch beim Leerlauf des Prozessors weiterläuft. Normalerweise sollte der AMD-Prozessor trotzdem in den C1E-Modus wechseln können, unter Windows 7 klappt das ohne Patch aber nicht.

Microsoft hat einen Patch (in Form eines “Hotfix”) bereitgestellt, mit dem der C1E-Modus auch mit AMD-Prozessoren genutzt werden kann. Der Patch ist leider nicht öffentlich zugänglich, sondern muss per Mail angefordert werden. Den Patch können Sie auf der entsprechenden Microsoft-KB-Seite (englisch) beantragen.

Auswirkung des Prozessor-Patch auf AMD-Prozessoren

Nach Installation des Patches sollen AMD-Prozessoren nach Angaben von Microsoft bis zu zehn Prozent weniger Leistung aufnehmen. Dies kann gerade bei Notebooks für ein paar zusätzliche Minuten Akkulaufzeit sorgen.

Von dem Problem betroffen sind nur die 64-Bit-Versionen von Windows 7, Windows Server 2008 RC2 sowie Windows Vista.

Eine englischsprachige Übersicht der P- und C-Modi finden Sie in der englischen Wikipedia.

FavoriteLoading Tipp meinen Favoriten hinzufügen (setzt Cookie, mehr unter Datenschutz)



LESEN SIE AUCH:  Gibt es FaceTime auch für Android?